Die Eier legenden Hasen

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Hast du dich jemals gefragt, was Schokoladenhasen mit Ostern zu tun haben? Möglicherweise musst du auf die heidnischen Ursprünge dieses Feiertags zurückblicken.

Bede, der angelsächsische Mönch und Historiker aus dem 8. Jahrhundert, erklärt es. Es war einmal eine Frühlingsgöttin, die als Symbol der Fruchtbarkeit und Wiedergeburt geliebt und gefeiert wurde. Sie hiess Eostre. Der Legende nach hat Eostre einen Vogel in einen Hasen verwandelt, der Eier legen konnte.

Die Geburt der Osterhasen

Als die Angelsachsen Christen wurden, musste die Feier mit dem ursprünglichen Namen Eostre geändert werden. Das heute unter dem Namen “Ostern” bekannte Fest und die Attribute der Feier – Eier und Hasen – sind erhalten geblieben.

In Deutschland hiess Eostre Ostara und ihr Symbol war ein Kaninchen namens Ostara Hase. Das germanische Osterfest bewahrte dieses Symbol ebenso wie die Tradition, Kindern Eier zu schenken.

Um etwa 1600 bauten Kinder Nester für den Osterhasen, damit dieser seine “Geschenke” darin platzieren konnte. Im Laufe der Zeit verwandelten sich Nester in Körbe und Süssigkeiten ersetzten Eier.

Schokohasen – ein unersetzliches Ostermerkmal

Die ursprünglich aus Papier und mit süssen Leckereien gefüllten Hasen wurden zu Schokoladehasen. Das liegt daran, dass sich der Kakao dank der industriellen Revolution weiter verbreitete und erschwinglich wurde.

Im frühen 19. Jahrhundert wurden Hasen aus Schokolade zu einem unersetzlichen Attribut der Osterfeierlichkeiten. Es begann in den USA und bald folgte der Rest der christlichen Welt dieser Tradition.

Allerdings weist diese Geschichte mit der Frühlingsgöttin und ihrem Hauskaninchen ein paar Schwachstellen auf. Sie wurden von modernen Wissenschaftlern entdeckt. Bede wurde beschuldigt, den Frühlingsgeist erfunden zu haben. Und Schokoladenhersteller nutzten die Osterfeierlichkeiten, um hohe Gewinne aus ihren Verkäufen zu ziehen.

So oder so, Wahrheit oder Mythos, Schokoladenhasen sind für immer bei uns.

Mach deinen eigenen Schokoladen-Osterhasen

Wenn du zu Ostern gerne einen Schokoladenhasen möchtest, dann hast du die Qual der Wahl. Es ist jedoch auch einfach, selbst einen zu Hause zu machen. Und du kannst deine Lieblingsschokolade wählen.

Für den selbst gemachten Schokoladenhasen brauchst du eine Form. Sie sind während der Osterzeit in diversen Hobby- und Bastelgeschäften leicht zu bekommen.

Aber achte darauf, welche Art von Schokolade du wählst. Denk daran, je dunkler die Schokolade, desto schneller schmilzt sie und der volle Geschmack bleibt erhalten. Milchschokolade enthält mehr Zucker. Und weisse Schokolade wird normalerweise süsser, wenn sie schmilzt. Bei beiden Typen ist die Konsistenz der geschmolzenen Schokolade im Vergleich zur dunkleren Variante dicker.

Wenn du Schokolade in einer Pfanne schmelzt, stell sicher, dass du sie ständig umrührst. Dadurch wird verhindert, dass sie anbrennt und verklumpt.

  1. Nimm einen mittelgrossen Topf und fülle ihn mit Wasser. Zum Kochen bringen, dann die Hitze für ein sanftes Köcheln reduzieren. Nimm eine hitzebeständige Schüssel, die in den Topf mit dem kochenden Wasser passt. Achte darauf, dass die Schüssel den Pfannenboden nicht berührt.
  2. Die Schokolade in gleich grosse Stücke brechen und in die Schüssel geben. 4-5 Minuten schmelzen lassen und dabei regelmässig umrühren.

Sobald die Schokolade geschmolzen ist, giesse sie in die 2 Formen. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann für 5 Minuten in einen Gefrierschrank stellen.

So klebst du die beiden Hälften des Hasen zusammen:

  1. Verwende etwas von der geschmolzenen Schokolade.
  2. Streiche sie auf die Oberseite des Hasen und bedecke auch die andere Seite. Dann zusammenfügen.
  3. Lege den Hasen für weitere 5-10 Minuten in den Gefrierschrank. Danach siehst du möglicherweise etwas überschüssige Schokolade an den Rändern.
  4. Schneide diese vorsichtig mit einem Messer ab.

Frohe Ostern!

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