Wild gewordener Knoblauch

Posted on 2 min read

Allium ursinum oder Bärlauch ist eine der übersehenen Pflanzen der Gattung Allium. Es ist ein wilder Verwandter von Zwiebel und Knoblauch und dies könnte einer der Gründe sein, warum Köche die Pflanze normalerweise weniger häufig zubereiten. Der lateinische Name ursinum gab dieser Pflanze ihre schönen Namen: Bärenknoblauch. Einige argumentieren, dass Bärlauch als eine der ersten Grünpflanzen, die im Frühling auftaucht, ein wichtiges Grundnahrungsmittel für Bären ist, nachdem sie aus dem Winterschlaf aufgewacht sind.

Diese Pflanze ist eine bekannte Zutat in der russischen und britischen Küche. Jeder Teil davon kann gegessen werden – Zwiebel, Blätter und Blüten. Wie du dir anhand des Namens vermutlich bereits gedacht hast, hat er einen unverwechselbaren Knoblauchgeschmack, vielleicht etwas milder. Frische Blätter riechen scharf, wenn sie zerkleinert werden, aber gekocht verlieren sie viel an Schärfe und werden zart und süsser, als du dir vielleicht vorstellst.

Der Frühling ist die Zeit, in der sich die Sammler in den Wald begeben. Die Pflanze wächst im Überfluss und die Blütenköpfe bilden schöne weissliche Trauben. Köche mögen die Ornamentik, weil sie sich in Salaten und Vorspeisen hübsch macht. In Russland werden Bärlauchstängel konserviert, indem sie zuerst in Salzwasser gekocht und dann mit dem mit Essig verdünnten Wasser in Gläser getaucht werden. Sie werden dann so gegessen, wie sie sind. Sie können aber auch zu Salaten, Suppen und Pierogi hinzugefügt werden. Eine schnelle und einfache Variante ist, ein Bündel marinierten Bärlauch zu schneiden, mit einer dünn-geschnittenen roten Zwiebeln, 3-4 EL aromatischem ungefiltertem Maisöl zu mischen, mit Salz und Pfeffer zu würzen, umzurühren und 2 Stunden im Kühlschrank zu lagern, sodass sich die Aromen verbinden. Serviere dieses schmackhafte Gericht zu Salzkartoffeln, gebratenem Fleisch, Fisch oder auf einem frischen Stück Roggenbrot. Einfach, schlicht, grossartig.

Eine weitere hervorragende Option ist, 100 g Bärlauch zu nehmen, zu waschen, abtropfen zu lassen und trocken zu tupfen. Nimm dann eine Pfanne, stelle sie bei mittlerer bis hoher Hitze auf den Herd, gib 1 EL Butter hinein, lass sie schmelzen und wirf dein Grün dazu. Unter ständigem Rühren goldbraun anbraten, dann mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Chili-Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und mit einem kleinen Klecks Sauerrahm oder Joghurt servieren.

Die Blätter können jedem Gericht hinzugefügt, aber auch roh verzehrt werden: Als eine der Blattzutaten in Salaten, gemischt mit Hüttenkäse oder Sauerrahm, in pestoähnlichen Saucen für Teigware oder Saucen ähnlich Argentinischer Chimichurri (wird als Gewürz für gegrilltes Fleisch verwendet) oder venezolanischer Wasakaka (oft mit Hühnchen serviert).

What do you think?

Your email address will not be published. Required fields are marked *

13 − 11 =

No Comments Yet.